Sehr geehrte Interessent_innen,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Entwicklung der AWMF-S3-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*-Gesundheit: Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung. Im Folgenden möchten wir Sie über den aktuellen Stand informieren.

Um eine Leitlinie zu entwickeln, die für in diesem Feld tätige Ärzt_innen und Psychotherapeut_innen hilfreich ist und tatsächlich die Gesundheitsversorgung für trans* und transsexuelle Menschen in Deutschland verbessert, bitten wir Sie den Entwurf der Leitlinie bis zum 02.04.2017 hier einzusehen, zu bewerten und zu kommentieren.

Die Möglichkeit, den Entwurf der Leitlinie online zu kommentieren, steht der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Eingeladen sind sowohl alle Berufsgruppen, die im Themenfeld der Leitlinie tätig sind, als auch alle Personen, die von der Leitlinie als Behandlungssuchende oder bereits Behandlungserfahrene angesprochen werden.

Die Leitlinie ist evidenz- und konsensbasiert und das Resultat eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Die Empfehlungen zur Diagnostik, Beratung und Behandlung bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie wurden auf der Basis wissenschaftlicher Studien und/oder therapeutischer Erfahrung der an der Leitlinienentwicklung beteiligten Personen verfasst (siehe Beteiligte Personen). Eine starke Übereinstimmung bzw. ein starker Konsens wurde erreicht, wenn mindestens 95 % der Mitglieder der Leitliniengruppe für die Empfehlung gestimmt haben. Eine Übereinstimmung bzw. ein Konsens wurde erreicht, wenn dies auf mindestens 75 % der Mitglieder zutrifft.

Die Teilnahme an der Kommentierung ist vollständig anonym. Sie müssen keinerlei Angaben zu Ihrer Person machen. Wenn Sie mögen, können Sie aber gerne Ihren Namen und/oder Ihre Profession/Qualifikation bzw. Ihren Bezug zur Leitlinie in eines der Kommentarfelder einfügen.

Im Namen der Leitlinienkommission bedanken wir uns im Voraus für Ihre Zeit sowie Ihre Anregungen und Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen,

Bernhard Strauß und Timo O. Nieder

 

Informationen zum bisherigen Vorgehen:

Nach einer systematischen Literaturrecherche, die im Jahr 2015 abgeschlossen werden konnte, wurden im Zuge der Evidenzbewertung der vorliegenden Literatur Behandlungsempfehlungen entwickelt. Im März, Juli und November 2016 fanden in Berlin drei Konsensuskonferenzen statt, an der die stimmberechtigten Mitglieder der Leitliniengruppe (siehe: Beteiligte Personen) teilgenommen und über den Entwurf der Leitlinie diskutiert haben. Die evidanzbasierten Statements wurden konsentiert und um konsensbasierte Behandlungsempfehlungen ergänzt. Über die Empfehlungen abgestimmt wurde im Zuge eines formalen Konsensusverfahrens, dem nominalen Gruppenprozess. Methodisch unterstützt wurde die Konsentierung von einer in Sachen Leitlinienentwicklung erfahrenen Mitarbeiterin der AWMF (Frau Dr. Muche-Borowski, MPH).

Mit Hilfe des Delphi-Verfahrens wurden die letzten Empfehlungen Anfang 2017 im E-Mail-Umlaufverfahren abgestimmt und im Rahmen einer telefonischen Konsensuskonferenz im Februar konsentiert. Der formale Konsensusprozess konnte somit im Februar 2017 abgeschlossen werden. Der von der Leitlinienkommission konsentierte Entwurf wird im März 2017 öffentlich und online über diese Webseite zur Diskussion gestellt.