Liebe Kolleg*innen, Freund*innen, Neugierige, Interessierte,

ab Januar 2021 laden wir am jeweils am ersten Donnerstag im Monat zu Begegnung und Gespräch rund um aktuelle Fragen der Sexualität. Online über Zoom. Gemeinsam wollen wir Spannendes entdecken, uns intensiv austauschen, über den klinischen und wissenschaftlichen Tellerrand hinausschauen und vor allem: miteinander in Kontakt bleiben!

Wir lauschen Lesungen, schauen Filme, sprechen mit Expert*innen, sehen vertraute Gesichter und schließen neue Bekanntschaften. Mal mit größerem Publikum und mal in kleiner, persönlicher Runde treffen wir uns zunächst, für die ersten Termine, kostenfrei.

Wir freuen uns, Sie und Euch wiederzusehen oder kennenzulernen!

Der Fort- und Weiterbildungs-Ausschuss

Bevorstehende Veranstaltungen

Digitaler Donnerstag am 04.02.2021: „Dann kannst du tun mit mir, was ich will … Ein differenzierungsorientierter Blick auf Paare und ihre sexuellen Probleme“ (Ausgebucht, Warteliste)

Zielgruppe der Veranstaltung: Sexualtherapeut*innen und Sexualberater*innen, Ärzt*innen

Inhalt: Da der größte Teil sexueller Begegnungen in verbindlichen Beziehungen stattfindet, können wir davon ausgehen, dass auch ein großer Teil von sexuellen Problemen dort auftritt. Die Wechselwirkungen von Beziehungsdynamik und Beziehungssexualität spüren sowohl Paar- als auch Sexualtherapeut:innen. Und sie machen die Arbeit nicht unbedingt leichter! Differenzierung ist ein Konzept der systemischen Familientherapie und geht auf Murray Bowen zurück. David Schnarch entwickelte auf dieser Basis seine Crucible® Paartherapie als Synthese von Paar- und Sexualtherapie. Berit Brockhausen zeigt, wie die differenzierungsbasierte Perspektive auf Paarbeziehung und Sex das Vorgehen in der Therapie beeinflusst, welche Schwerpunkte gesetzt werden und wie mit typischen Schwierigkeiten umgegangen wird. Sie stellt die wichtigen Elemente und Interventionen dieses Ansatzes praxistauglich vor.

Person: Berit Brockhausen, approbierte psychologische Psychotherapeutin, arbeitet seit 1985 in der Paar- und Sexualberatung/-therapie, seit 2007 ausschließlich mit Paaren. Sie ist Autorin mehrerer Ratgeber (u.a. „Guter Sex geht anders“, Humboldtverlag), Supervisorin der DGfS und Dozentin für Paartherapie (u.a. für die DGVT)

Beginn 20.00 Uhr, Dauer: ca. 135 min. 

Anmeldung

UPDATE: Die Veranstaltung für den 04.02.2021 ist bereits ausgebucht. Es wird eine Warteliste geführt. Bitte melden Sie sich verbindlich an und sagen ab, sollten Sie verhindert sein. Das ermöglicht den Personen auf der Warteliste, nachzurücken.

Wenn Sie am digitalen Donnerstag teilnehmen möchten, so melden Sie sich bitte unter Angabe von Namen und E-Mail-Adresse unter veranstaltungen@dgfs.info spätestens bis zum Vortag an. Danach eintreffende Anmeldungen können eventuell nicht mehr berücksichtigt werden. Sie erhalten am Donnerstag rechtzeitig per E-Mail einen Login zur Teilnahme.

Alternativ nutzen Sie gerne folgendes Anmeldeformular:

(Hinweis: Das Anmeldeformular hatte vorübergehend einen Fehler, sodass eine Anmeldung nur mit EFN möglich war. Diese Angabe ist natürlich optional, wir haben das korrigiert.)

    Nachname

    Vorname

    Ihre E-Mail-Adresse

    Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN) falls zutreffend

    Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung?

    Ich möchte mich für folgende Termine anmelden:
    4. Februar 2021: Paare und ihre sexuellen Probleme (NUR NOCH WARTELISTE)

     

    Vergangene Veranstaltungen

    Digitaler Donnerstag am 07.01.2021: Lesung „Sie hat Bock“ mit Katja Lewina

    Was ist sexistisch an unserem Sex? Katja Lewina hat Bock, und sie schreibt darüber. Wäre sie ein Mann, wäre das kein Ding. So aber ist sie: »Schlampe«, »Nutte«, »Fotze«, »Hoe« … Seit #metoo werden die Rufe nach der potenten Frau laut und lauter. Aber hat eine, die ihr sexuelles Potenzial jenseits von »stets glatt rasiert und gefügig« lebt, in unserer Gesellschaft tatsächlich einen Platz? Lewina führt die Debatte über weibliches Begehren fort und erforscht entlang ihrer eigenen erotischen Biografie, wie viel Sexismus in unserem Sex steckt. Kindliche Masturbation, Gynäkolog*innenbesuche, Porno-Vorlieben oder Fake-Orgasmen: Kein Thema ist ihr zu intim. Und nichts davon so individuell, wie wir gern glauben. Aber die Krusten unserer Sozialisation lassen sich abkratzen! Und so ist ›Sie hat Bock‹ mehr Empowerment als Anprangern, mehr Anleitung zur Potenz als Opferdenke. Denn nach der Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten und Tabus ist es an der Zeit, den Weg zur Selbstermächtigung einzuschlagen.

    Katja Lewina studierte Slavistik, Literatur- und Religionswissenschaften und schreibt heute als Journalistin zum Thema Sex u. a. für die Süddeutsche, ZEIT ONLINE, Deutschlandfunk Nova, Brigitte, Emotion, VICE und den Playboy. Ihr entwaffnend ehrliches Buch „Sie hat Bock“ kletterte nach der Veröffentlichung in die Spiegel Bestsellerliste und hat eine neue feministische Diskussion über weibliche Lust und Sexualität angestoßen.

    Beginn 20.00 Uhr, Dauer: ca. 120 min.